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Hotel Morandi alla Crocetta, Via Laura 50 - 50121 Firenze
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Geschichte

HISTORISCHE HINTERGRUND DES HOTELS

Mit der Via Laura sind die Erinnerungen an zwei Persönlichkeiten der Renaissance verknüpft: an Lorenzo de' Medici, genannt "der Prächtige" (il Magnifico) und an die Äbtissin Domenica del Paradiso.

 

Ursprünglich hieß unsere Straße "Via Verzura", woraus sich "Via Ventura" bildete. Als kleine, ländliche Straße durchquerte sie Gemüsegärten außerhalb des Stadtzentrums. Lorenzo de' Medici hatte die Idee, dort ein schönes Wohn-haus zu bauen. Die Straße wurde umbenannt in "Via Laurenziana", was später zu "Via Laura" abgekürzt wurde.

 

Domenica war die Tochter eines Bauern aus Pian di Ripoli, der Ländereien des Klosters Santa Brigida al Paradiso bearbeitete. In dieses Kloster trat sie unter dem Namen Domenica del Paradiso ein und erlangte bald den Ruf einer Heili-gen. Ihre Spiritualität hinderte sie aber nicht daran, sich dafür einzusetzen, dass die Nonnen auf praktische und sehr nützliche Weise tätig wurden. Sie führte die Kunst der Herstellung von gold- und silberdurchwirkten Stoffen ein und entwickelte sie weiter, und zwar mit großem Erfolg, auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

 

Obwohl sie Dominikanerin war, sympathisierte sie nie mit ihrem Mitbruder Fra Girolamo Savonarola; sie zitierte ihn nie in ihren Schriften. Infolgedessen war ihr die Geneigtheit seiner Gegner gewiss, nämlich der Medici, die ihr erlaubten, für die geringe Summe von 190 Fiorini ein großes Gelände entlang der Seite der Via Laura zu kaufen, wo unser Haus sich heute befindet. Hier wurde ab 1511 ein neues Kloster erbaut, wofür Domenica del Paradiso 20.000 Fiorini bereitstellte. Es ist nicht von ungefähr, dass die Medici diesen neuen Klosterbau des Dominikanerordens sehr befürworteten, denn ein paar Schritte weiter stand das Dominikanerkloster San Marco, in dem ihr Feind Fra Girolamo Savonarola residierte und agitierte. Das neue Kloster würde ihnen treu ergeben sein

 

Papst Clemens VII (der später in der Pazzi-Verschwörung ermordet wurde), Sohn von Giuliano de' Medici und Neffe von Lorenzo, erwies sich als sehr großzügig und stattete Domenica del Paradiso und das Kloster mit vielen Privilegien aus. Domenica behielt ihren Namen, der vom alten Kloster stammte, bei. Das neue Kloster hieß "Monastero della Crocetta" (Kreuzkloster), weil die Nonnen ein rotes Kreuz auf der Brust trugen. Auch die Straße hieß einige Zeit "Via Crocetta".

 

In derselben Straße war 1502 von sechs frommen Frauen unter der Leitung des Domherrn Marco Strozzi schon ein anderes Kloster gegründet worden, das Kloster Santa Maria degli Angioli, später "degli Angiolini" genannt, und zwar dort, wo im Jahre 1619 der Palzzo della Crocetta gebaut wurde, in dem sich heute das Archäologische Museum befindet.

 

Das Kreuzkloster breitete sich mit seinen Gebäuden und Gärten auf der anderen Straßenseite aus, und in einem dieser Gärten soll Domenica del Paradiso die Erscheinung Jesu gehabt haben. Dieser Erscheinung wurde im 16. Jahrhundert ein Tabernakel geweiht, das sich auf der anderen Seite des Klostergeländes in der Via Giusti befindet.

 

Im 18. Jahrhundert wuchs und gedieh das Kloster dank der sehr frommen Prinzessin Maria Maddalena de' Medici, Tochter des Großherzogs Ferdinand I., die im Palazzo della Crocetta wohnte. Um die Nonnen bequemer besuchen zu können, ließ sie eine Überführung über die Via Laura bauen, die noch heute existiert. Auch ließ sie 1757 die Kirche modernisieren und verschönern, womit der Architekt Luigi Orlandi beauftragt wurde. In der Kirche befand sich die Grabstätte der Äbtissin Domenica del Paradiso, die als Seliggesprochene ver-ehrt wurde.

 

Während der Zeit der Auflösung der Klöster wurde das Kreuzkloster 1860 beschlagnahmt, und nach einigem Hin und Her zogen die Nonnen mit den Reliquien ihrer verehrten Domenica del Paradiso in die Via Aretina. Die Kirche wurde leider fast völlig zerstört, Restmauern wurden in das neue Gebäude integriert, das heute das Institut Cesare Alfieri der Universität von Florenz beherbergt und in dem zur Zeit, als Florenz Hauptstadt Italiens war, das Generalarchiv des Rechnungshofs untergebracht war. Zu der Zeit übrigens wurde das ganze Gelände des ehemaligen Kreuzklosters bebaut, weil man dringend Wohnungen für die vielen zugezogenen Staatsangestellten brauchte.

 

Das Kloster Santa Maria degli Angioli wurde 1785 durch die Lothringer Regierung in ein Konservatorium verwandelt. Die erste Straßenüberführung von Borgo Pinti aus gesehen verbindet das alte Kloster degli Angioli mit dem neuen Konservatorium.

 

Links an der Ecke Via della Pergola erhebt sich die Rückseite des Palazzo della Crocetta mit der zweiten – historisch ersten, von der Prinzessin Maria de' Medici veranlassten – Straßenüberführung. Via Laura 48 befindet sich der moderne Eingang zum Institut Cesare Alfieri, wo früher die Kirche mit dem Grabmal der seligen Domenica stand.

 

Von Nr. 50 bis 60 erstreckten sich im 18. Jahrhundert die Gebäude und Gärten des Klosters. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Portal von Nr.64 führt heute ins Registeramt, aber vom späten 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhundert befand sich dort die berühmte Rezitationsschule des Dichters und Theaterhistorikers Luigi Rasi.

 

Der Schriftsteller Marino Moretti, Schüler dieser Schule, hat ihr mit dem Buch "Via Laura" ein Denkmal gesetzt. Auch sein guter Freund Aldo Palazzeschi siedelt in der Via Laura eine seiner Novellen an, während Vasco Pratolini die Schlussszene seines ersten Romans " Il Quartiere" an der Ecke Borgo Pinti spielen lässt.

 

Im Haus Nr.56 lebte bis zu seinem Tod der berühmte und verehrte Florentiner Schriftsteller Bruno Cicognani, der in seinem Werk "Viaggio nella Vita" die Via Laura erwähnt.

 

Auf der anderen Seite trennt die lange, eingansglose Mauer die Straße vom Garten des Archäologischen Museums mit seinen etruskischen Gräbern und römischen Säulen, wo Gabriele d'Annunzio über die Erweckung seiner Gefühle schrieb.

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